STEIGER GALLERY

Vom 25. September bis zum
25. Oktober 2026 lädt die Pilotphase der Steiger Gallery dazu ein, den Wassergarten neu zu entdecken.
Zu sehen sind zwölf Arbeiten lokaler, nationaler und internationaler Künstlerinnen und Künstler, die
den Ort aus unterschiedlichen
Perspektiven erfahrbar machen
und neue Bezüge zwischen Kunst, Landschaft und Geschichte eröffnen.
Entdeckt den Erlebnisort Reden bei einer öffentlichen
Führung aus einer ganz neuen Perspektive. Erfahrt spannende Geschichten über den ehemaligen Bergbaustandort, entdeckt besondere Orte und werft einen Blick hinter die Kulissen eines einzigartigen Kultur- und Erlebnisortes.
Hier geht es zum Angebot des
Erlebnisortes Reden.
Steiger Gallery
Am Bergwerk Reden 10
66578 Schiffweiler

Toni Stakenkötter

  /    /    /  Toni Stakenkötter

Daphne / Befürchtungen
Zeichnung, Siebdruck, Reproduktion auf Fahnenstoff  | 2025

Toni Stakenkötter (*1998) lebt und arbeitet in Leipzig. 2023 schloss sie ihr Studium an der Hochschule der Bildenden Künste Saarbrücken ab und macht nun einen Master mit Schwerpunkt auf Illustration und Storytelling an der Burg Giebichenstein Halle.
Tonis Arbeit bewegt sich zwischen narrativen Zeichnungen und Malereien. Daraus entwickeln sich Comics und Installationen. Ihre Geschichten sind meistens fiktiv, manchmal aber auch an historische oder mythologische Quellen angelehnt und thematisieren oft zwischenmenschliche Kippmomente.
Ihre Arbeiten erscheinen in Ausstellungskontexten, Zeitschriften und auf Comic-Festivals.
Seit 2023 arbeitet Toni gemeinsam mit Nina Moulin an malerisch-installativen Raumkonzepten.

DAPHNE / BEFÜRCHTUNGEN – „Da fällt eine schwere Erlahmung Ihr auf die Glieder, die schwellende Brust überzieht sich mit feiner Rinde, es wachsen die Haare zu Blättern, zu Zweigen die Arme; Auch die Füße, soeben so rasch noch, sie hangen in trägen Wurzeln.“
Ovid, Buch I: Metamorphosen 452-567 (Daphne und Apollo)
Der Mythos um Daphne und Apollo veranschaulicht die Flucht vor einem sexuellen Übergriff metaphorisch durch eine Mensch-Pflanzen-Transformation. Ihm wohnt noch immer eine dystopische Befürchtung inne: Der einzige Ausweg aus dem Machtmissbrauch des Patriarchats ist nur durch Resignation und der Entsagung vor dem eigenen Körper möglich.
Die Geschichte lässt aber auch weitere Überlegungen zu: Zur Pflanze werden kann auch Chance sein, sich mit einer Spezies zu solidarisieren, die von uns Menschen ebenso unterdrückt und missbraucht wird. Zurückhaltung, Fragilität und Realitätsflucht als Folge systematischer Verdrängung müssen nicht Zeichen der Schwäche sein. Sie können auch Wege in eine neue Selbstbestimmtheit schaffen, eine Unabhängigkeit von männlich provozierter Hegemonie und toxischer Dominanz.
In meinen Zeichnungen verbinden sich Angst und Widerstand. Sie bilden auf schimmernd schützenden Stoffen ein assoziativ lesbares Bildgeschehen.

Toni Stakenkötter
lebt und arbeitet in Leipzig.

Toni Stakenkötter (*1998) lives and works in Leipzig. In 2023, she completed her studies at the Hochschule der Bildenden Künste Saarbrücken and is now pursuing a Master’s degree with a focus on illustration and storytelling at Burg Giebichenstein in Halle.
Toni’s work moves between narrative drawings and paintings. From these, comics and installations develop. Her stories are mostly fictional, but are sometimes also based on historical or mythological sources and often address moments of interpersonal shifts.
Her works appear in exhibition contexts, magazines, and at comic festivals.
Since 2023, Toni has been working together with Nina Moulin on painterly-installative spatial concepts.

DAPHNE / BEFÜRCHTUNGEN – „Then a heavy paralysis falls upon her limbs, the swelling breast is covered with fine bark, the hair grows into leaves, the arms into branches; Even her feet, so swift only moments before, hang in sluggish roots.“
Ovid, Book I: Metamorphoses 452–567 (Daphne and Apollo)
The myth of Daphne and Apollo metaphorically illustrates the flight from sexual assault through a human-to-plant transformation. It still contains a dystopian fear: the only way out of the abuse of power of the patriarchy is possible only through resignation and renunciation of one’s own body.
But the story also allows for further considerations: Becoming a plant can also be an opportunity to identify with a species that is likewise oppressed and abused by us humans. Restraint, fragility, and escape from reality as a consequence of systematic repression do not necessarily have to be signs of weakness. They can also create paths towards a new self-determination, an independence from male-provoked hegemony and toxic dominance.
In Stakekötter’s drawings, fear and resistance are intertwined. They form an associatively readable visual narrative on shimmering, protective fabrics.

Toni Stakenkötter (née en 1998) vit et travaille à Leipzig. En 2023, elle obtient son diplôme à l’École supérieure des beaux-arts de Sarrebruck et suit désormais un master axé sur l’illustration et la narration à la Burg Giebichenstein de Halle.
Le travail de Toni oscille entre dessins narratifs et peintures. De là naissent des bandes dessinées et des installations. Ses histoires sont le plus souvent fictives, mais s’inspirent parfois de sources historiques ou mythologiques et abordent souvent des moments charnières dans les relations humaines.
Ses œuvres sont présentées dans le cadre d’expositions, dans des revues et lors de festivals de bande dessinée.
Depuis 2023, Toni travaille en collaboration avec Nina Moulin sur des concepts spatiaux alliant peinture et installation.

Toni Stakenkötter s’inspire du mythe de Daphné et Apollon, cette fuite face à une agression sexuelle qui aboutit à une métamorphose. Ses dessins, réalisés sur des tissus chatoyants et protecteurs, prolongent le mythe : se transformer en plante n’est pas seulement un acte de résignation. C’est aussi une chance de s’identifier à une espèce elle aussi opprimée et maltraitée par les êtres humains, et un chemin vers une indépendance face à l’hégémonie et à la domination toxique des hommes. Peur et résistance se mêlent dans les images pour former un récit visuel lisible par associations.

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