GRUBE REDEN GESCHICHTE
In der Saarregion wurden seit dem Mittelalter Kohlebrocken zum Heizen genutzt. Damals wurde der Rohstoff oberflächennah abgebaut. Das bedeutet, dass Kohle genutzt wurde, die sich mit einfachem Werkzeug und ohne tiefe Abbaugruben gewinnen ließ.

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Ab 1751 gingen diese „wilden” Steinkohlegruben in Staatsbesitz über. Kurz darauf begann der systematische Kohleabbau, der die Region für viele Jahre prägte. So entstanden mit der Zeit tiefere Stollen und schließlich war auch der Tiefbau möglich. Der Stollen in Landsweiler wurde 1846 „angeschlagen“ und das dort entstehende neue Bergwerk nach dem preußischen Staatsminister Friedrich Wilhelm Graf von Reden (1752–1815) benannt.
Die Steinkohle- und Stahlproduktion brachten Reichtum und wirtschaftlichen Fortschritt für die Region.
Dieser Fortschritt hatte jedoch auch zur Folge, dass während des Ersten und Zweiten Weltkriegs der Fokus auf die Rüstungsindustrie gelegt wurde. Während die Industrie expandierte, fehlte es in den Gruben an Arbeitskräften, da viele der Bergleute an der Front eingesetzt waren. In der Folge wurden Frauen, Kinder und Zwangsarbeiter:innen als Arbeitskräfte eingesetzt.
Die Erfolge und Misserfolge der Steinkohle- und Stahlproduktion im Saarland hatten also nicht nur Auswirkungen auf Industrie, Wohlstand und Natur. Sie lassen sich ebenso als kollektive Erfahrungen der Bürger:innen im Saargebiet beschreiben, da alle direkt oder indirekt davon betroffen waren.

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In den 1950er Jahren wurde die Grube Reden zunächst weiter ausgebaut, bevor in den 1960er Jahren die Belegschaft und die Kohleförderung drastisch reduziert wurde. In den 70er und 80er Jahren gingen verschiedene Umstrukturierungsmaßnahmen mit zahlreichen weiteren Rationalisierungs- und Modernisierungsmaßnahmen einher.
Im Jahr 1989 begann die Umsetzung des Zusammenlegungsprogramms im Rahmen des „Drei-Standorte- Konzeptes“ der Saarbergwerke AG, mit dem Reden zur Nebenanlage des neuen „Verbundbergwerks Ost“ wurde, das im Jahr 1995 den Betrieb aufnahm. Damit ging die 148-jährige Geschichte des selbstständigen Bergwerkes Reden zu Ende. Am 29. Dezember 1995 wurde die letzte Kohle am Schacht V gehoben. Danach wurde das Verbundbergwerk Göttelborn-Reden gegründet und die Grube Reden als selbständige Anlage geschlossen.
Im Jahr 2002 präsentierte die Industriekultur Saar GmbH (IKS) einen Masterplan, der den Grundstein für die künftige räumliche, landschaftliche und ökonomische Entwicklung des ehemaligen Bergbaustandorts legte. So entstand ein überregionaler Anziehungspunkt für Tourist:innen, Kulturinteressierte und Naturliebhaber:innen.
Bestandteil des neuen Konzepts war unter anderem der Wassergarten, der seit 2012 Besucher:innen nach Reden lockt. Ein Teil des Gartens wurde durch Grubenwasser gespeist, das von der RAG zur Weiternutzung in den Wassergarten gepumpt wurde. Grubenwasser ist Regenwasser, das in die Tiefe einsickert und sich in den Schächten und Strecken des Bergwerks sammelt.

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